Webbrettchen

Gut verarbeitete Holzbrettchen sind ein wahrer Handschmeichler; einige Kundinnen berichten von geradzu sinnlichen Weberfahrungen …

Technisch-Sachlich betrachtet:
Drei Schichten über Kreuz verleihen hohe Festigkeit bei nur 1mm Dicke. (geringfügige Abweichungen von ca. 0,1mm dicker oder dünner  sind möglich)
Verwendet wird Buche; die Struktur ist schön dicht und bringt daher die besten Ergebnisse – mehr dazu im Anschluß an die Übersicht.

Die Löcher haben einen Durchmesser von gut 5,5mm.

4-Loch-Brettchen basic

5cm = € 19,- / 10 Stück
6cm = € 21,- / 10 Stück
4-loch-brettchen
5-Loch-Brettchen
(zusätzl. Mittelloch)
5cm = € 21,- / 10 Stück
6cm = € 23,- / 10 Stück
brettchen2
Sonderformen

Seitenmittig gelocht
6-Loch (quadratisch)
6-Loch (6-eckig)
brett2loch2
Wunschmaße & Sonderanfertigungen

Gerne auch eigene Maße - seien es 4,5cm oder 4,0cm; in gewissen Grenzen kann ich alles machen.

 

Holzauswahl

Birke z.B. hat sich in der Verarbeitung wie im Langzeittest als deutlich weniger geeignet gegenüber dem Buchenholz erwiesen.
Birke hat eine grobere Faserstruktur und neigt dazu, einzelne Fasern ausreißen zu lassen; außerdem ist sie wesentlich weicher und dadurch nicht so gut gleichmäßig zu schleifen. Das weichere Material trägt sich auch im Gebrauch stärker ab; daher haben viele Nutzer von Birken-Brettchen (oder schlecht verarbeiten Brettchen allgemein) ein Problem mit fusselndem Garn.

(Getestet ca. 20 Birken-Varianten von 15 Händler in allen Qualitäts- und Preisklassen).

Andere Hölzer haben ähnliche Probleme; zumindest, soweit sie als 3-Schicht-Holz in der gewünschten Stärke überhaupt zu beschaffen sind. Einige vielversprechendere Holzarten stehen leider nur als sehr dünne Einzelfurniere oder als viel zu dickes Vollholz zur Verfügung; beides nicht für erstklassige Webbrettchen geeignet.
(Und zweitklassige mache ich nicht.)

Falls jemand mögliche Lieferaten für andere Holzsorten hat, die meinen Ansprüchen genügen könnte, bin ich für Hinweise und Adressen dankbar!


 

Verarbeitung:

Ich erhalte mein Holz in größeren Platten ab Werk; die weitere Verarbeitung erfolgt dann in eigener Werkstatt und von Hand; kein Exemplar verläßt meine Werkbank ohne sorgfältigste Kontrolle.

Besonderen Wert lege ich dabei auf den Schliff; nicht nur an den Außenkanten, sondern vor allem an den Löchern; in dieser Hinsicht wird leider in den letzen Jahren von einigen Nachahmern dritt- und viertklassige Arbeit zu überhöhten Preisen angeboten…

Bis Herbst 2015 habe ich aus den Platten auch selbst die kleinen Quadrate zugeschnitten, die Ecken abgerundet und die Löcher gebohrt.
Seit Herbst 2015 habe ich diesem Arbeitsschritt ausgelagert und lasse die Rohlinge per Laserschnitt zuschneiden. Damit werden die Brettchen zum einen noch gleichmäßiger, als sie bei mir ohnehin schon waren (ca. 1% Verbesserung), und die Löcher haben keinen Ausriß, den ich beim Schleifen erst wegarbeiten und ausgleichen müßte.
Die Bohrungen waren extra möglichst klein gehalten, um den Ausriß zu minimieren. Dadurch mußte ich sie allerdings beim Schleifen sehr erweitern; was eine Menge zusätzlicher Zeit mit steifer Schulter und Sehnenscheidenentzündungen im Handgelenk gekostet hat.
Das Lasern ersetzt die ersten 5 groben Arbeitsschritte und läßt mich direkt in die eigentlich wichtige Feinarbeit gehen.

Das Lasern kostet zwar mehr; aber das entspricht ziemlich genau der eingesparten Arbeitszeit – Stundenlohn bleibt also gleich; während der Stücklohn sinkt.
Dafür komme ich schneller voran und die Warteliste wird nicht mehr ganz so lang!
Dabei ist meine bislang ungeschlagene Qualität nochmals ein wenig gestiegen.

Sondermaße oder Spezialformen schneide ich nach wie vor per Hand zu, da sich Lasern erst ab gewissen Stückzahlen rentiert.
(Wie beim Drucken – eine komplette Vorlage erstellen und Maschine einrichten für 10 Visitenkarten macht bekanntlich keinen Sinn …)


NEU:
Gegen Aufpreis ist es möglich, die Brettchen auch gebeizt und geölt zu erhalten. Die Oberfläche wird durch die zweifache Behandlung mit Beize ein wenig rauher (bzw. griffiger).
Abschließend werden die Brettchen zwar noch zwei mal geölt, aber man merkt es natürlich trotzdem ein wenig. Dennoch sind die Brettchen einwandfrei zum Weben geeignet; nur sollte man sie vor dem ersten Band aus Seide oder sehr feinem Wollgarn mit ein paar Metern Baumwolle oder kräftigem Leinen etwas einarbeiten.

Achtung:
Behandelte Brettchen kann ich nicht einfach dem nächsten Kunden weiter geben, falls Ihr es Euch anders überlegt; daher gilt dies als Sonderanfertigung und ist vom Rücktritt ausgeschlossen.